Zitat aus Stefan Gritsch, Stillnow, Ein Schnitt in die Farbhaut oder das aufgeschobene Bild, AkkuH, Aktuele Kunst Hengelo und/and PHOEBUS Rotterdam, 2010, S.35/36 BILDKOMPOSITION (die Teile und das Ganze)
Die Anzahl massiver Acrylfarbvolumina wächst seit 20 Jahren stetig an. Die immer gleichen Farbstücke treten an verschiedenen Ausstellungsorten in neuen Konstellationen auf (zuletzt in den Ausstellungen “STILLNOW” bei Phoebus NL-Rotterdam und “IN BETWEEN) bei akkuH NL-Hengelo). Einzelne Stücke verändern sich im laufe der Jahre. Sie erhalten neue Farbkappen, schliessen sich zu Konglomeraten zusammen und wachsen so zu immer grösseren und schwereren Farbkörpern aus. In geeigneten Ausstellungsräumen werden die Farbstücke auf Tischen oder auf dem Boden ausgelegt. Der Tisch oder der Boden als Ort für die Malerei. Der Ausstellungsbesucher kann sich schauend und berührend um das “Stillleben mit Farbstücken” bewegen oder sich zwischen die Farbstücke am Boden begeben, sich in der Malerei aufhalten. Die vom Künstler festgelegte Komposition erweist sich im Auge des Betrachters als etwas Veränderliches, Vorläufiges oder Vorübergehendes. Den festen Standpunkt gibt es nicht. Und das provisorische Bild wird bald abgebaut.
“Nach dem Stillleben” (Monotypie)














