21.08.11, stefan
category: artwork, research, time
tags:

27.07.11, stefan
category: artwork, recycling, sculpture

19.07.11, stefan
category: Material, artwork, sculpture, still life, time



18.07.11, stefan
category: artwork

Stefan Gritsch / “MOTIF” / Acrylfarbe, Bleistift, Grundierung, Leinwand /2010 / 25 x 30 cm (Abreissbild)

17.07.11, stefan
category: artwork, research

flat projection (cube, acrylic paint, 6 scans)






cut (cut through an acrylic object, scan)

12.07.11, stefan
category: Material, artwork, recycling, technics, time

Rückseite (mit Aluminiumträger) von Stefan Gritsch, Acrylfarbe 1990/2011, 19 x 13 cm

Stefan Gritsch, Acrylfarbe 1990/2011, ca. 19 x 13 cm

Zitat aus meinem Text EIN SCHNITT IN DIE FARBHAUT ODER DAS AUFGESCHOBENE BILD. (erschienen in STEFAN GRITSCH. STILLNOW, AkkuH, Aktuele Kunst NL-Hengelo, ISBN 978-90-815041-1-9):

GESICHT UND RUECKEN

Ich kann mein Gesicht nicht sehen,

auch meinen Rücken nicht.

Ich kenne nur die Spiegelbilder

und die fotografischen Bilder meines Gesichts und meines Rückens.

Ich zitiere aus einem Brief an Joseph Marioni:…. „Can I see the back?“ („Kann ich die Rückseite sehen?“) Diese Frage hast du mir anlässlich der Eröffnung meiner Ausstellung IN SIGHT & IN TOUCH bei Margarete Roeder in New York gestellt. Du wolltest die Rückseite meiner kleinen, gelben Acrylarbeit sehen (Acrylfarbe 2002/03, Portrait, 24 x 16 x 0,7cm). Dein Interesse und deine Frage erinnern mich an eine andere Situation. Einige Jahre früher (1999) als wir unsere Arbeiten in einer gemeinsamen Ausstellung bei Monika Reitz in Frankfurt am Main (D) zeigten, ist mir folgendes aufgefallen. Bevor wir dein grosses, gelbes Bild an die Wand hängten, lag es auf einer Schutzmatte mit der Vorderseite – mit dem Gesicht – nach unten auf dem Galerieboden. Dabei konnte ich die Rückseite – die Anatomie – der Arbeit sehen, insbesondere die spezielle Form und Zurichtung des Keilrahmens. Diese Vorbereitungen sind für das Gelingen der Malerei unabdingbar. Von der oberen Bildkante lässt du die Farbe über die gespannte Leinwand nach unten fliessen. Mit Hilfe von Farbrollern steuerst und verlangsamst du den Fluss der Farbe. Diese Technik zeigt sich in der oberen Bildregion als flache, dünne Farbschicht, während im unteren Bildteil frei fliessende Farbrinnsale sichtbar sind, die sich weiter unten stauen und teilweise in Tränen über die untere Bildkante hinausragen….

(engl.)

FACE AND BACK

I cannot see my face,

nor can I see my back.

I see only mirror images

and photographed images of my face and my back.

Let me quote from a letter to Joseph Marioni: “Can I see the back?” You asked me that question at the opening of the exhibition IN SIGHT & IN TOUCH at Margarete Roeder in New York. You wanted to see the back of my small, yellow acrylic piece (Acrylic Paint, 2002/03, portrait, 24 x 16 x 0,7cm). Your interest and your question reminded me of another situation. A few years earlier, in 1999, when we showed our work together at Monika Reitz in Frankfurt am Main (D), the following struck me. Before we mounted your big, yellow picture on the wall, it was lying face down on the floor on a protective mat. That meant I could see the back of the painting, its anatomy, especially the shape and mechanics of the stretcher. Preparing the stretcher is essential to success of your painting. You let the paint flow down from the top of the canvas. With the help of rollers, you guide the paint and slow it down. This produces a flat, thin coat of paint at the top of the picture, while toward the bottom, the paint is seen as freely flowing dribbles that dam up further down and in some cases become tears dripping over the bottom edge….

30.06.11, stefan
category: Material, artwork, technics

stencil / printing plate

drawing / monotype

24.06.11, stefan
category: Theorie, artwork, sculpture, still life, time


Zitat aus Jacques Derrida, Die différance, ausgewählte Texte, Reclam, ISBN 978-3-15-o18338-0:

Es ist bekannt, dass das Verb “différer” (lateinisch differrer) zwei Bedeutungen hat, die anscheinend sehr verschieden sind; im Littré zu Beispiel sind sie Gegenstand zweier getrennter Artikel. In diesem Sinne ist das lateinische diferre nicht die einfache Uebersetzung des griechischen diapherein, und dies wird für uns nicht folgenlos bleiben, da es unser Thema an eine besondere Sprache bindet, die als weniger philosophisch, weniger original philosophisch als die andere gilt. Denn die Verteilung des Sinns im griechischen diapherein umfasst eine der beiden Bedeutungen des lateinischen differre nicht, nämlich die Tätigkeit, etwas auf später zu verschieben, sich von der Zeit und den Kräften bei einer Operation Rechenschaft abzulegen, die Rechnung aufzumachen, die ökonomischen Kalkül, Umweg, Aufschub, Verzögerung, Reserve, Repräsentation impliziert, alles Begriffe, die ich hier in einem Wort zusammenfasse, das ich nie benutzt habe, das man jedoch in diese Kette einfügen könnte: die Temporisation. Différer in diesem Sinne heisst temporisieren, heisst bewusst oder unbewusst auf die zeitliche und verzögernde Vermittlung eines Umweges rekurrieren, welcher die Ausführung oder die Erfüllung des “Wunsches” oder “Willens” suspendiert und sie ebenfalls auf eine Art verwirklicht, die ihre Wirkung aufhebt oder temperiert. Und wir werden – später – sehen, inwiefern diese Temporisation auch Temporalisation und Verräumlichung ist, Zeit-Werden des Raumes und Raum-Werden der Zeit; “originäre Konstitution” von Zeit und Raum würde die Metaphysik oder die transzendentale Phänomenologie in jener Sprache sagen, die hier kritisiert und verschoben wird.

Die andere Bedeutung von différer ist die eher gewöhnliche und identifizierbare: nicht identisch sein, anders sein, erkennbar sein und so weiter. Handelt es sich um différen(t)(d)s*, ein Wort das man also schreiben kann, wie man will, mit t oder d am Ende, Andersheit von Unähnlichem oder Andersheit von Allergie und Polemik, so ist erforderlich, dass zwischen den verschiedenen Elementen aktiv, dynamisch und mit beharrlicher Wiederholung, Intervall, Distanz, Verräumlichung entstehen. * différend: Meinungsverschiedenkheit, Zwist, Streit (Anm. d. Uebers.) (Seite 117/118)

Mit dem Gedanken der différance wird die Bestimmung des Seins als Anwesenheit oder als Seiendes erfragt. Eine solche Frage könnte hier nicht aufkommen und verständlich sein, ohne dass irgendwo der Unterschied des Seins zum Seienden sich auftäte. Erste Konsequenz: die différance ist nicht. Sie ist kein gegenwärtig Seiendes, so hervorragend einmalig, grundsätzlich oder transzendet man es wünschen mag. Sie beherrscht nichts, übt nirgends eine Autorität aus. Sie kündigt sich durch keine Majuskel an. Nicht nur gibt es kein Reich der difféerance, sondern diese stiftet zur Subversion eines Reiches an. So wird sie offensichtlich bedrohlich, und all das muss sie unvermeidlich fürchten, was uns das Reich, die vergangene oder künftige Gegenwart eines Reiches wünscht. Und immer lässt sich ihr im Wahn, sie erhöhe sich durch eine Majuskel, im Namen eines Reiches der Vorwurf machen, sie wolle herrschen. (Seite 138/139)

Da die Spur kein Anwesen ist, sondern das Simulacrum eines Anwesens, das sich auflöst, verschiebt, verweist, eigentlich nicht stattfindet, gehört das Erlöschen zu ihrer Struktur. Nicht nur jenes Erlöschen, dem sie stets muss unterliegen können, sonst wäre sie nicht Spur, sondern unzerstörbare Substanz, vielmehr jenes Erlöschen, welches sie von Anfang an als Spur konstituiert, als Ortsveränderung einführt und in ihrem Erscheinen verschwinden, in ihrer Position aus sich hinausgehen lässt. Das Erlöschen der frühen Spur des Unterschiedes ist also “dasselbe” wie das Zeichen ihrer Spur im metaphysischen Text. Dieser muss das Merkmal (marque) des Verlorenen oder Zurückbehaltenen, des beiseite Gelegten, bewahrt haben können. Pradox an einer solchen Struktur ist, in der Sprache der Metaphysik, jene Umkehrung des metaphysischen Begriffs, die den folgenden Effekt produziert: das Anwesende wird zum Zeichen des Zeichens, zur Spur der Spur. Es ist nicht mehr das, worauf jede Verweisung in letzter Instanz verweist. Es wird zu einer Funktion in einer verallgemeinerten Verweisungsstruktur. Es ist Spur und Spur des Erlöschens der Spur. …


14.06.11, stefan
category: artwork, content, recycling, research, sculpture, still life

11.06.11, stefan
category: Falte, artwork, time



04.06.11, stefan
category: artwork, exhibition



01.06.11, stefan
category: artwork, sculpture, time


30.05.11, stefan
category: Falte, Material, artwork, recycling, sculpture, technics, time

23.05.11, stefan
category: artwork, recycling, sculpture, tool

09.05.11, stefan
category: artwork, garden, general, sculpture, still life, time

Atelierhof CH-Lenzburg

Ch-Agra/Tessin

PHOEBUS Rotterdam, NL-Rotterdam

CH-Lenzburg

30.04.11, stefan
category: artwork

24.04.11, stefan
category: Falte, artwork, flesh

24.04.11, stefan
category: artwork

23.04.11, stefan
category: Material, artwork, recycling, sculpture, time

19.04.11, stefan
category: Material, artwork, garden, still life

10.04.11, stefan
category: artwork, recycling, sculpture, technics

03.04.11, stefan
category: Material, artwork, recycling, sculpture

28.03.11, stefan
category: Material, artwork, bone, content, recycling, tool

27.03.11, stefan
category: artwork, bone, tool
tags:

08.03.11, stefan
category: artwork, tool

07.02.11, stefan
category: artwork

01.02.11, stefan
category: artwork, exhibition

01.02.11, stefan
category: Design, Material, artwork, exhibition, sculpture, still life

16.01.11, stefan
category: Falte, Material, artwork, bone, recycling, technics

Vor ca. 22 Jahren habe ich damit begonnen, aus den Tageszeitungen die Bilder auszuschneiden welche die Konfliktzonen und Kriegsschauplätze zeigen. Damals hatte ich diese Bilder als Ausgangsmaterial für Zeichenschablonen aus Kupfer oder andern Materialien genutzt. Das oben gezeigte Schablonenétui betrifft die damaligen (1991) Konflikte im Sudan. Heute, zwanzig Jahre später, sind die Probleme zwischen dem Norden und dem Süden immer noch die gleichen, oder anders gesagt, die Lage spitzt sich wieder. Und ich schneide immer noch die gleichen Bilder aus den Zeitungen, um damit erneut harmlose, schöne ornamentale Bilder zu machen.

12.01.11, stefan
category: Material, artwork, general, skin, technics

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