24.06.11, stefan
category: Theorie, artwork, sculpture, still life, time


Zitat aus Jacques Derrida, Die différance, ausgewählte Texte, Reclam, ISBN 978-3-15-o18338-0:

Es ist bekannt, dass das Verb “différer” (lateinisch differrer) zwei Bedeutungen hat, die anscheinend sehr verschieden sind; im Littré zu Beispiel sind sie Gegenstand zweier getrennter Artikel. In diesem Sinne ist das lateinische diferre nicht die einfache Uebersetzung des griechischen diapherein, und dies wird für uns nicht folgenlos bleiben, da es unser Thema an eine besondere Sprache bindet, die als weniger philosophisch, weniger original philosophisch als die andere gilt. Denn die Verteilung des Sinns im griechischen diapherein umfasst eine der beiden Bedeutungen des lateinischen differre nicht, nämlich die Tätigkeit, etwas auf später zu verschieben, sich von der Zeit und den Kräften bei einer Operation Rechenschaft abzulegen, die Rechnung aufzumachen, die ökonomischen Kalkül, Umweg, Aufschub, Verzögerung, Reserve, Repräsentation impliziert, alles Begriffe, die ich hier in einem Wort zusammenfasse, das ich nie benutzt habe, das man jedoch in diese Kette einfügen könnte: die Temporisation. Différer in diesem Sinne heisst temporisieren, heisst bewusst oder unbewusst auf die zeitliche und verzögernde Vermittlung eines Umweges rekurrieren, welcher die Ausführung oder die Erfüllung des “Wunsches” oder “Willens” suspendiert und sie ebenfalls auf eine Art verwirklicht, die ihre Wirkung aufhebt oder temperiert. Und wir werden – später – sehen, inwiefern diese Temporisation auch Temporalisation und Verräumlichung ist, Zeit-Werden des Raumes und Raum-Werden der Zeit; “originäre Konstitution” von Zeit und Raum würde die Metaphysik oder die transzendentale Phänomenologie in jener Sprache sagen, die hier kritisiert und verschoben wird.

Die andere Bedeutung von différer ist die eher gewöhnliche und identifizierbare: nicht identisch sein, anders sein, erkennbar sein und so weiter. Handelt es sich um différen(t)(d)s*, ein Wort das man also schreiben kann, wie man will, mit t oder d am Ende, Andersheit von Unähnlichem oder Andersheit von Allergie und Polemik, so ist erforderlich, dass zwischen den verschiedenen Elementen aktiv, dynamisch und mit beharrlicher Wiederholung, Intervall, Distanz, Verräumlichung entstehen. * différend: Meinungsverschiedenkheit, Zwist, Streit (Anm. d. Uebers.) (Seite 117/118)

Mit dem Gedanken der différance wird die Bestimmung des Seins als Anwesenheit oder als Seiendes erfragt. Eine solche Frage könnte hier nicht aufkommen und verständlich sein, ohne dass irgendwo der Unterschied des Seins zum Seienden sich auftäte. Erste Konsequenz: die différance ist nicht. Sie ist kein gegenwärtig Seiendes, so hervorragend einmalig, grundsätzlich oder transzendet man es wünschen mag. Sie beherrscht nichts, übt nirgends eine Autorität aus. Sie kündigt sich durch keine Majuskel an. Nicht nur gibt es kein Reich der difféerance, sondern diese stiftet zur Subversion eines Reiches an. So wird sie offensichtlich bedrohlich, und all das muss sie unvermeidlich fürchten, was uns das Reich, die vergangene oder künftige Gegenwart eines Reiches wünscht. Und immer lässt sich ihr im Wahn, sie erhöhe sich durch eine Majuskel, im Namen eines Reiches der Vorwurf machen, sie wolle herrschen. (Seite 138/139)

Da die Spur kein Anwesen ist, sondern das Simulacrum eines Anwesens, das sich auflöst, verschiebt, verweist, eigentlich nicht stattfindet, gehört das Erlöschen zu ihrer Struktur. Nicht nur jenes Erlöschen, dem sie stets muss unterliegen können, sonst wäre sie nicht Spur, sondern unzerstörbare Substanz, vielmehr jenes Erlöschen, welches sie von Anfang an als Spur konstituiert, als Ortsveränderung einführt und in ihrem Erscheinen verschwinden, in ihrer Position aus sich hinausgehen lässt. Das Erlöschen der frühen Spur des Unterschiedes ist also “dasselbe” wie das Zeichen ihrer Spur im metaphysischen Text. Dieser muss das Merkmal (marque) des Verlorenen oder Zurückbehaltenen, des beiseite Gelegten, bewahrt haben können. Pradox an einer solchen Struktur ist, in der Sprache der Metaphysik, jene Umkehrung des metaphysischen Begriffs, die den folgenden Effekt produziert: das Anwesende wird zum Zeichen des Zeichens, zur Spur der Spur. Es ist nicht mehr das, worauf jede Verweisung in letzter Instanz verweist. Es wird zu einer Funktion in einer verallgemeinerten Verweisungsstruktur. Es ist Spur und Spur des Erlöschens der Spur. …


Zitat aus Gilles Deleuze, Die Falte, Leibniz und der Barock, Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft 1484, S. 201: ‘Man hat festgestellt, dass der Barock oft die Malerei eingeengt und sie in Tafelbilder gezwängt hat. Das geschah aber vor allem, weil die Malerei aus ihrem Rahmen heraustritt und sich als Skulptur des polychromen Marmors realisiert; die Bildhauerei steigert und realisiert sich in der Architektur; die Architektur wiederum findet in der Fassade einen Rahmen, dieser Rahmen aber löst sich selbst vom Innern und setzt sich mit dem Umfeld solchermassen ins Verhältnis, dass die Architektur im Städtebau realisiert. An beiden Enden der Kette ist der Maler Stadtplaner geworden, und es zeigt sich eine wunderbare Entwicklung der Kontinuität der Künste in die breite oder die Extension: eine Ineinanderfügung der Rahmen, bei der jeder von einer Materie überholt wird, die quer hindurch geht. Diese extensive Einheit der Künste bildet ein Universaltheater, das Luft und Erde aufweist, und sogar Feuer und Wasser. Die Skulpturen sind darin handelnde Personen, und die Stadt ist das Bühnenbild, wobei die Zuschauer selbst gemalte Bilder oder Skulpturen sind. Die Kunst wird ganz und gar socius, öffentlicher, von barocken Tänzern bevölkerter  sozialer Raum. Vielleicht kann man im modernen Informel diese Vorliebe wiederfinden, sich “zwischen” zwei Künsten einzurichten, zwischen Malerei und Bildhauerei, zwischen Bildhauerei und Architektur, um damit eine Einheit der Künste als “Performance” zu erreichen und den Zuschauer in diese Performance einzubeziehen. (Die flachen Skulpturen von Carl Andre, wie auch die Konzeption der “Räume”, im Sinne von Räumen einer Wohnung, geben nicht nur ein gutes Beispiel für den Uebergang Malerei – Bildhauerei, Bildhauerei – Architektur, sondern auch für die extensive Einheit der sogenannten minimal art, bei der Form nicht mehr ein Volumen begrenzt, sondern einen in allen Richtungen unbegrenzten Raum umfasst. Man mag vor der typisch Leibnizschen Situation erstaunen, die Tony Smith heraufbeschwört: ein geschlossenes Auto fährt auf einer Autobahn, die nur seine Scheinwerfer erleuchten und deren Asphalt über die Windschutzscheibe rast. Das ist eine Monade mit ihrem privilegierten Gebiet. Gegen den Einwand, es sei hier nichts absolut abgeschlossen, weil der Asphalt draussen sei, lässt sich erinnern, dass der Neo-Leibnizianismus eher nach einem absoluten Erfassen als einem Abschliessen verlangt; selbst hier aber kann die Abschliessung als vollkommen gelten, insofern der Asphalt draussen nichts mit dem zu tun hat, der über die Scheibe wegzieht. Man müsste die explizit barocken Themen in der minimal art und bereits im Konstruktivismus einmal genau untersuchen, vgl. die schöne Analyse des Barock von Wladislaw Streminski und K. Kobro, “La composition de l’espace. Les calculs du rythme spatio-temporel”, in : L’espace uniste. Ecrits du constructivisme plonais, Lausanne: L’âge d’homme 1977, und Artstudio Nr. 6, Herbst 1987: darin die Afsätze von Jean-Pierre Criqui über Tony Smith , von Michel Assenmaker über Carl Andre, von Germano Celant über Donald Judd, von Marjorie Welish über Sol LeWitt, und von Claude Gintz über Robert Morris, worin eine Gegenüberstellung mit dem Barock vorgenommen wird, man beachte besonders die Samtfalten von Morris, 121, 131. Auch eine spezielle Utersuchung der “Performances” von Christo müsste unternommen werden: die gigantischen Einhüllungen und die Falten dieser Hüllen.) Falten – Entfalten, Umhüllen – Entwickeln sind die Konstanten dieser Operation, heute wie im Barock. Dieses Theater der Künste ist die lebendige Maschine des “Neuen Systems”, wie es Leibniz beschreibt, eine unendliche Maschine, deren Teile ebenfalls Maschinen sind, “unterschiedlich gefaltet und mehr oder weniger entwickelt”.’

10.12.10, stefan
category: Falte, Theorie

Da ist mir etwas Lustiges passiert: ich habe das Buch DIFFERENZ UND WIEDERHOLUNG von Gilles Deleuze zwei mal gekauft.

“Die Falte” (Leibniz und der Barock) von Gilles Deleuze ist seit einiger Zeit ein wichtiges Buch für mich. Seit 2 Jahren lese ich immer wieder darin. Vieles verstehe ich heute besser, dies jedoch erst seit ich in all den andern unten angeführten Büchern auch lese.

Bergson, Materie und Gedächtnis

Kirkegard, Die Wiederholung

Didi-Huberman, Vor einem Bild

Beat Wyss, Nach den grossen Erzählung

Julien, Die stillen Wandlungen

Byung-Chul Han, Abwesen

Aby Warburg, Werke

Leroi-Gourhan, Hand und Wort

Foucault, Die Ordnung der Dinge

Foucault, Archeologie des Wissens

Otto, Die Wiederholung der Bilder

Deleuze, Differenz und Wiederholung

Didi-Huberman, Aehnlichkeit und Berührung

Heidegger, Identität und Differenz

Cassirer, Symbol / Technik / Sprache

Didi-Huberman, Das Nachleben der Bilder

Derrida, Die différance

Und natürlich muss ich weiterlesen.

16.11.10, stefan
category: Material, Theorie, artwork, general, sculpture, still life


Zitat aus Georges Didi-Huberman, Das Nachleben der Bilder, suhrkamp, S. 174 – 176, S. 182 – 183, S. 190 – 191 und S. 193 – 194: Erinnern wir uns, wie bemerkenswert Gilles Deleuze diese Dynamik erhellt hat. Der Körper? “Nichts als Kraftquanten in einem wechselseitigen ‘Spannungsverhältnis’.” Das Objekt? Das Objekt? “Das Objekt selbst ist Kraft, ist Ausdruck einer Kraft …, das Auftreten einer Kraft.” Die Geschichte? “Die Geschichte eines Dings besteht ganz allgemein in der Aufeinanderfolge der Kräfte, die sich seiner bemächtigen, sowie im gleichzeitigen Vorhandensein der Kräfte, die um seine Ueberwältigung ringen. Ein und dasselbe Ding … ändert jeweils entsprechend den Kräften, von denen es angeeignet wird, seinen Sinn.” (G. Deleuze 1962, Nietzsche und die Philosophie, München: Rogner und Bernhard, 1976, S. 7 – 8, 10 – 11 und 45) Hier sei sogleich angemerkt, dass Warburg sich den Status der im wechselvollen Gang des Nachlebens und der Wiedergeburten immer wieder angeeigneten antiken “Formeln” nicht anders vorgestellt hat.

Die hier gemeinte “Kraft” hat durchaus Bezüge zu den – schon von Burckhardt verwendeten – historischen Konzepten: Kraft, Macht, Potenz. Eine weitere Präzisierung erfährt der Begriff bei Nietzsche (wie auch bald schon bei Warburg) durch den Gedanken einer doppelten Zeitlichkeit, einer Konjunktion zweier heterogener Rhythmen. Erstens ist die Kraft eines Nachlebens fähig: Das betrifft die Erinnerung. “Vielleicht kann der Mensch nichts vergessen”, schreibt Nietzsche zur Zeit des zweiten Stücks der Unzeitgemässen Betrachtungen. “Alle Formen, die einmal vom Gehirn und Nervensystem erzeugt sind, wiederholt es von jetzt ab so oft. Eine gleiche Nerventhätigkeit erzeugt das gleiche Bild wieder.” (F. Nietzsche 1869 – 1874, S. 447, Fragment 19.82) Mit kritischem Blick auf Bakunin, “der im Hass gegen die Gegenwart, die Geschichte und die Vergangenheit vernichten will”, schreibt er weiter: “Nun wäre um alle Vergangenheit zu tilgen freilich nöthig, die Menschen zu vertilgen.” (Ebd., S. 580, Fragment 26.14) Das also ist die vitale – tiefe, unbewusste – Macht der Mnemosyne: Alle Tradition wäre jene fast unbewusste der ererbten Charactere: die lebenden Menschen wären, in ihren Handlungen, Beweise, was im Grunde durch sie tradiert werde; mit Fleisch und Blut liefe die Geschichte herum, nicht als vergilbtes Document und als papiernes Gedächtnis. (Ebd., S. 702, Fragment 29.172) Nietzsche vergisst hier vielleicht, was Warburg sein Leben lang, vom Florentiner Archivio bis zur Hamburger Bibliothek, erfahren hat: Die “vergilbten Dokumente” sind ihrerseits das Fleisch des Gedächtnisses, und die Tinte, mit der sie bedeckt sind, ist das geronnene Blut der Geschichte. Entscheidend ist jedoch der Gedanke, der in diesen Zeilen zum Ausdruck kommt, der Gedanke eines als Material verstandenen Gedächtnisses, als Material der Dinge. Im Anschluss an die Frage nach dem Unbewussten – also ob es ein “es denkt” gibt – formuliert Nietzsche schliesslich diese bemerkenswerte Hypothese: “Wenn Gedächtnis und Empfindung das Material der Dinge wären!” (Ebd., S. 471, Fragment 19.165)

Aber welche Art von Material? Darauf gibt es nur eine Antwort: ein plastisches Material. Also ein Material, das zu jeglicher Metamorphose fähig ist. Das Nachleben lehrt uns Unzerstörbarkeit der Spuren. Die Metamorphose lehrt uns ihre relative Auslöschung, ihre unablässige Umwandlung. Nach der Seite des Vergessens, wenn man so will (aber sofern man es als ein für das Gedächtnis selbst lebenswichtiges Vergessen denkt). Die Plastizität taucht in Nietzsches Text genau an der Stelle auf, an der es notwendig wird, die beiden Regime des Werdens gemeinsam zu denken: das Regime des Schlags, wie man sagen könnte, oder der Wirkung (mitten im Beben, unter seiner Einwirkung, vergessen wir alles) und das Regime des Rückschlags oder der Nachwirkung (während des Nachlebens, in der Nachwirkung, erinnern wir uns, und sei es auch, ohne es zu wissen). Der Mensch vergisst nichts von seinem “Urschmerz”. Aber er wandelt das alles um. Der dieser Prägung und diesem Umwandlungsvermögen gemeinsame Agent ist nichts anderes als die Plastizität – diese maetrielle Kraft – des Werdens.

(…)

Und tatsächlich geht es hier immer um “Kräfte” und dialektische Spannungen. Müsste man, um genauer  zu sein, die geschichtliche Zeit nicht eher als ein halbplastisches Material bezeichnen? Plastizität allein vermag nicht zu erklären, was sie aufnimmt und absorbiert, was auf sie einwirkt und sie verwandelt. Man muss die Plastizität und die Naht (die Art, wie der Boden vernarbt ist) vor dem Horizont des Bruchs denken (der Art, wie der Boden nachgegeben hat, gebrochen ist, nicht plastisch genug war). Der Historiker wandelt an Abgründen, weil Beben stattgefunden haben, die dort zu einem Bruch der historischen Kontinuität führten, wo die Zeit nicht die nötige Plastizität besass. Desalb bleibt Burckhardts Lektion so kostbar: Das Fachgebiet der Geschichte muss sich als eine “Symptomatologie der Zeit” verstehen, die Latenzen (plastische Prozesse) und Krisen (nichtplastische Prozesse) zusammen zu interpretieren vermag. Wir müssen die Plastizität des Werdens daher als das begreifen, was dem Beben – der Krise nach Burckhardt, dem “Urschmerz” nach Nietzsche, dem “Trauma” nach Freud – ermöglicht, zu überleben, sich zu verwandeln, das heisst im Symptom (einem zugleich plastischen und nichtplastischen Prozess) wiederzukehren, ohne das Milieu, in das es einbricht, vollständig zu zerstören. Die Plastizität des Werdens ist nicht ohne Brüche in der Geschichte vorstellbar.

(…)

… Die Wiederholung zerlegt das Wiederholte, funktioniert nicht als Rückkehr zum Gleichen. Das bringt Deleuze gut zum Ausdruck, wenn er Nietzsches ewige Wiederkehr dem Einen (keine Wiederholung ohne Vielfalt) und dem Gleichen (keine Wiederholung ohne Unterschied) entreisst. (G. Deleuze, Nietzsche und die Philosophie, übers. von B. Schwibs, München: Rogner und Bernhard, 1976) Genau das meinte auch Klossowski, als er den Kreislauf der ewigen Wiederkehr als einen “circulus vitiosus” charakterisierte, der in seiner verdrehenden oder “per-vertierenden” Wirkung niemals vorauszusehen sei. (P. Klossowski, Nietzsche und der Circulus vitiosus, übers. von R. Vouillé, München: Matthes und Seitz, 1986)

(…)

… Wissen bedeutet selbst auf historischer Ebene nicht “wiederfinden” und erst recht nicht “uns selbst wiederfinden”. Die Historie wird in dem Masse “wirklich” sein, wie sie das diskontinuierliche in unser Sein einführt, Sie wird unsere Gefühle unterteilen und unsere Triebe dramatisieren; sie wird unseren Leib vervielfachen und ihm selbst entgegensetzen, Sie wird nichts unter sich dulden, das die beruhigende Stabilität des Lebens oder der Natur besässe; sie wird sich nicht von einer stummen, beharrlichen Bewegung tragen lassen, die angeblich in ein grosses Ziel mündet, Sie wird ihre eigenen Fundamente untergraben und die vorgebliche Kontinuität zerstören. Den Wissen dient nicht dem Verstehen, sondern dem Zerschneiden. (M. Foucault, “Nietzsche, die Genealogie, die Historie”, übers. von M. Bischoff, in: ders., Dits et Ecrits. Schriften, 4 Bde., Frankfurt am Main,: Suhrkamp, 2001 – 2005, Bd 2, S. 166 – 191.)